Zuchtfortschritt zahlt sich aus
Steigende Qualitätsanforderungen und veränderte Marktbedingungen stellen den Wintergerstenanbau in Ostdeutschland vor neue Herausforderungen. Während früher maximale Erträge im Fokus standen, rückt heute die Vermarktungsfähigkeit stärker in den Fokus. Unsere modernen zweizeiligen Sorten verbinden
beides, hohe Erträge und erstklassige Kornqualität.
Qualität als Trumpf zweizeiliger Sorten
Zweizeilige Wintergerste bietet durch ihren Ährenaufbau von Natur aus Vorteile in der Kornqualität. Besonders
deutlich wird dies bei der Sorte GOLDMARIE. Das Bundessortenamt bewertet sie in zentralen Qualitätsmerkmalen wie Hektolitergewicht, Marktwareanteil und Vollgersteanteil mit der Ausprägungsstufe (APS) 8 – ein Spitzenwert. Zum Vergleich: Viele mehrzeilige Sorten erreichen beim Hektolitergewicht lediglich die Stufen 5 oder 6. Damit wird klar: Zweizeilige Sorten sind nicht nur eine Alternative, sondern setzen wie GOLDMARIE neue Maßstäbe in der Qualitätssicherung.
Ertrag auf Top-Niveau 
Lange galt die zweizeilige Wintergerste als ertraglich unterlegen. Durch züchterischen Fortschritt hat sich dieses Bild grundlegend gewandelt. Moderne Sorten wie GOLDMARIE erreichen heute Erträge auf dem Niveau der leistungsstärksten mehrzeiligen Sorten einschließlich Hybriden. Diese Kombination aus hohem Ertrag und exzellenter Qualität macht sie besonders attraktiv für marktorientierte Betriebe.
Worauf es ankommt
Zweizeilige Sorten sind oft Bestandesdichtetypen mit sehr gutem Beschattungsvermögen. Besonders bei trockener Witterung und auf leichten Standorten kann Feuchtigkeit länger im Bestand gehalten werden. Auch auf Resistenzstandorten mit Ungrasproblematik ist der Anbau u. a. von GOLDMARIE wegen der hohen Konkurrenzkraft interessant.
Neben Ertrag und Qualität spielen auch agronomische Eigenschaften eine zentrale Rolle. GOLDMARIE überzeugt durch eine sehr gute Blattgesundheit und zeigt Vorteile gegenüber Halm- und Ährenknicken.
Die Standfestigkeit sollte aufgrund der hohen Anzahl ährentragender Halme abgesichert werden, wobei dieLagerneigung im Bereich etablierter mehrzeiliger Sorten liegt.
Für einen optimalen Ertragsaufbau sind bei zweizeiligen Sorten 700 bis 900 ährentragende Halme notwendig. Dies wird erreicht durch:
● eine intensive Bestockung
● leicht erhöhte Aussaatstärken
● eine frühzeitige und angepasste N-Gabe im Frühjahr zur Erhaltung und Förderung der angelegten Triebe
Auch beim Saattermin gilt: Zweizeilige Sorten müssen vor der Winterruhe gut bestockt sein. Aussaaten von Ende September bis Anfang Oktober haben sich bewährt.
Die Winterhärte zweizeiliger Sorten entspricht der mehrzeiliger Gerste. Auffällig ist bei GOLDMARIE insbesondere
die kräftige Herbstentwicklung im Süden Ostdeutschlands. Das macht sie auch für den Anbau
nach Silomais interessant, ein Vorteil für flexible Fruchtfolgen.
Fazit
Der Wintergerstenanbau steht zunehmend im Spannungsfeld zwischen Ertrag und Qualität. Zweizeilige Sorten zeigen, dass sich beides verbinden lässt. Mit
moderner Genetik wie bei GOLDMARIE steht den Betrieben ein leistungsfähiges Werkzeug zur Verfügung, um den steigenden Marktanforderungen gerecht zu
werden. Der messbare Zuchtfortschritt sorgt dafür, dass zweizeilige Wintergerste heute eine wirtschaftlich attraktive und zukunftsfähige Option im Ackerbau ist.

