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Ackerbohne

GL SUNRISE

 

Sonnige Aussichten

GL SUNRISE ist eine weißblühende, tanninarme Ackerbohne mit sehr hohen Rohproteingehalten. Das Ertragsniveau übertrifft das der bisher zugelassenen tanninarmen Ackerbohnen um bis zu 20%. Das Profil von GL SUNRISE wird optimal durch eine sehr gute Standfestigkeit und Resistenzausstattung ergänzt. Zusätzlich zeigte GL SUNRISE eine erhöhte Toleranz gegenüber Nano-Viren. GL SUNRISE ist auch für den ökologischen Anbau geeignet.
Die Fütterung von tanninarmen Sorten steigern gegenüber tanninhaltigen Sorten die Futteraufnahme und die Eiweißverdauung von Monogastriern.

Züchter: Saatzucht Gleisdorf

Vorteile von GL SUNRISE

Tanninarme, weißblühende Ackerbohne.

Hoher bis sehr hoher Rohproteingehalt.

Höhere Ertragsleistung als bisherige tanninarme Sorten.

Ausgewogene Resistenzausstattung mit sehr guter Standfestigkeit.

Gleichmäßige Abreife von Korn und Stroh.

Tendenziell toleranter gegenüber Nano-Viren.

Verbesserte Futteraufnahme und Eiweißverdauung insbesondere bei Monogastrier, sorgen für eine gesteigerte Futterverwertung und Gewichtszunahme.

Sorteneigenschaften

Reifemittel
Wuchshöhemittel
TKMmittel-hoch
Standfestigkeitsehr niedrig-niedrig
Kornertragniedrig-mittel
Rohproteingehaltmittel-hoch
Anmerkung

tanninarm!

Ergebnisse aus der Praxis

Profitipps für Ihren Erfolg mit GL SUNRISE

Produktionsziel

Kornnutzung. Beste Eignung für die Fütterung von Monogastrier, da arm an Tanninen.

Sortentyp

weißblühende (=tanninarm) Ackerbohne.

Saatzeit

So früh wie möglich. Ab Ende Februar bis Mitte März. Die Temperaturen sollten nicht unter -5 °C fallen.

Aussaatstärke

Bei Drillsaat 40-45 Körner/m². Die Menge kann bei einer Einzelkornsaat um ca. 10% minimiert werden. Reihenabstände von 12-45 cm, letzteres bietet sich bei der Nutzung einer Maschinenhacke an.

Saattiefe

Optimal ist eine gleichmäßige Saattiefe von 8 cm mit guten Bodenschluss. Tiefgründige Böden mit einer guten Wasserversorgung sind zu wählen. Bei zu geringer Saattiefe kann das Anwalzen ratsam sein.

Grunddüngung

Bei gut versorgten Böden ist keine Düngung nötig. Der pH-Wert sollte sich im neutralen Bereich (6,2 – 7,5) befinden. Bei Böden mit geringen Schwefelgehalten ist eine Schwefeldüngung sinnvoll. Auf eine ausreichende Versorgung der Mikronährstoffe Bor und Molybdän ist zu achten. Nur auf sehr mageren Böden kann eine Düngung mit Phosphor und Kalium nötig sein.

N-Düngung

Keine N-Düngung nötig. Den N-Bedarf deckt die Ackerbohne im wesentlichen über die Fixierung des Luftstickstoffs mittels der Knöllchenbakterien. Eine N-Düngung kann sich negativ auf die N-Versorgung der Ackerbohne auswirken.

Geeignete Vorfrüchte sind Getreide, Mais und Hackfrüchte. Ungeeignete Vorfrüchte sind andere Leguminosen aber auch Roggen und Hafer (Nematodengefahr).

Ernte

Anfang bis Mitte August.

Pflanzenschutz

Bekämpfung dikotyler Unkräuter (Kamille, Melde, Weißer Gänsefuß und Klettenlabkraut) ist chemisch nur im Vorauflauf möglich! Beispiel: 2,5 l/ha Boxer + 2,5 l/ha Stomp Aqua. Gräser können im Nachauflauf chemisch bekämpft werden. Beispiel: 1 l/ha Fusilade MAX.

Zur Bekämpfung tierischer Schaderreger stehen derzeit Mittel mit den Wirkstoffen Lambda-Cyhalothrin und Pirimicarb zur Verfügung.

Ackerbohnen eignen sich sehr gut für die mechnische Unkrautbekämpfung. Aggresives Blindstriegeln im Vorauflauf, gefolgt von weiteren Striegelgängen ab dem 2-3 Blatt-Stadium sind möglich. Ab einer Wuchshöhe zw. 15-20 cm ist von einem weiteren Striegeleinsatz abzusehen. Bei weitem Reihenabstand ist das Hacken Mittel der Wahl.

Tipp

Anbaupausen von 4-6 Jahre einhalten.